Minoritenkirche Regensburg

Schlicht und monumental

Das Franziskanerkloster Regensburg

Regensburg. Zentral gelegen di­rekt am Dachauplatz befindet sich die Minoritenkirche St. Sal­va­tor. Sie ist Teil des – der Name verrät es schon – ehema­ligen Franziskanerklosters, das 1221 als eines der ersten des Or­dens in Deutschland gegründet wurde.
Den Minderbrüdern oder Mino­riten, wie die Franziskaner auch genannt wurden wurde der Vor­gängerbau, die Salvatorkapelle, bald zu klein – woraufhin die Minoritenkirche als neue Kloster­kirche etwa um 1255 bis 1270 errichtet wurde. Sie gehört zu den größten deutschen Bettelor­denskirchen überhaupt. 

Minoritenkirche Regensburg ©Dembah Fofanah

Der Innenraum der Minoritenkirche © Dembah Fofanah/Projektil

Minoritenkirche

Dachauplatz 2

93047 Regensburg

Gemäß der Bauvorschriften des Ordens wur­de die Minoriten­kir­che schlicht und turmlos ge­halten. Die Grö­ße der Kirche ist bemer­kens­wert und zeugt von der Wich­tigkeit, die die Patres als seel­sor­gerische Versorger für die Stadt­bevöl­kerung erlangt hatten.
1810 wurde der Konvent aufge­löst und die Klostergebäude als Kaser­ne eingerichtet. Die Kirche wurde zunächst als Zoll- und Maut­halle genutzt, dann sogar als Exerzier­halle. Bevor die Stadt Regensburg den Komplex 1931 kaufte und darin das Stadt­museum errichtete, diente sie auch als Lagerhalle, als Garage und als Auktionshalle.
Heute befindet sich in den Kloster­mauern das Historische Museum der Stadt. In der Minoritenkirche finden im Sommer Konzerte statt, in den Wintermonaten ist sie nor­malerweise geschlossen.
Nicht aber in diesem Jahr: Vom 24. November bis 10. Februar öffnet die Kirche für die Immersive Art-Show GENESIS II der Zürcher Künstlergruppe Projektil.