Matting im Advent

Watzlaff spielen trotzdem.

Die steigenden Inzidenzzahlen und die damit einhergehenden Beschränkungen verhinderten, dass die Sitzweil mit Watzlaff im Zunftstüberl wie geplant stattfinden konnte, sie musste verschoben werden. Davon lassen sich Ilonka Vöckel und Eric Ehmer aber nicht entmutigen – und spielen kurzerhand ein Open Air-Konzert am Lagerfeuer im Biergarten.

Watzlaff  im Biergarten des Zunftstüberls © Klaus Helgert

Es weihnachtet geradezu im Biergarten des Zunftstüberls: Um die vielen Feuer­schalen sind kleine Sitzgruppen platziert, es gibt Glühwein und Punsch, dazu Knacker­semmeln und Kartoffel- oder Gulasch­suppe. Für das leibliche Wohl haben Renate und Xaver, die Wirtsleute des Zunftstüberls, also bestens gesorgt.

Für das seelische Wohl sorgen Ilonka Vöckel und Eric Ehmer, die es sich nicht haben neh­men lassen, trotz verschobener Sitzweil aufzutreten. Im Freien statt im histo­rischen Saal, mit einem kürzeren Pro­gramm (wegen der Kälte) und bei freiem Eintritt.

Zusammen nennen sie sich Watzlaff und spielen ein buntes Programm aus ihrem Repertoire, sie covern bekannte Songs auf ihre ganz eigene Art, sodass die Stücke gleichzeitig vertraut und doch faszinierend neu sind. An diesem Abend dürfen sich die Besucher auch über mehrere Premieren freuen, unter anderem Watzlaffs Version von Adeles Bond-Titelsong Skyfall.

Und sie danken es den beiden Künstlern mit guter Stimmung, strahlenden Gesichtern und begeistertem Applaus!

Mit Humor, Charme und viel Interaktion mit ihrem Publikum schenkten Watzlaff allen einen ganz besonderen Konzertabend.

Watzlaff by Klaus Helgert

Sie wollen mehr über Watzlaff erfahren – etwa wie es überhaupt dazu kam, dass eine pro­fessio­nelle Opern- und Operetten­sängerin plötz­lich (auch) ganz andere Musik macht oder was Hunde damit zu tun haben?

→ Hier finden Sie ein Interview mit den beiden.

Mr. Bojangles und die Stepptänzer

Auch das Lied „Mr. Bojangles“ stand am Samstag auf der Setlist. Wußten Sie, dass es Mr. Bojangles wirklich gab? Wir wissen es dank Ilonka… und die weiß es von einer befreundeten Stepptänzerin. Denn Stepptänzer sind Bojangles ganz besonders verbunden.

Der Waisen­junge Bill „Bojangles“ Robinson wuchs Ende des 19. Jahr­hunderts bei seiner Großmutter auf – bis er mit 9 Jahren von zu Hause weglief und seine Karriere als Straßenkünstler begann. Dank seines heraus­ragen­den Talents als Stepptänzer – er revolutio­nierte den Stepptanz seiner Zeit – schaffte er es bis ans Broadway und in Hollywoodfilme, in denen er häufig als Filmpartner von Shirley Temple auftrat.

Trotz seiner Erfolge starb Bill Robinson verarmt. Er war ein notorischer Glücksspieler, spendete aber sehr viel für wohltätige Zwecke.

Das Lied wiederum handelt aber gar nicht von Bill Robinson – sondern von einem abgebrannten Bojangles-Imitator, der für Trinkgelder und Schnaps tanzt….