Samstag, 24. September – 19:00 Uhr

Samstag, 24. September – 19:00 Uhr

Mei Fähr Lady

Komödie von Joseph Berlinger

Komödie von Joseph Berlinger

Ein Bairisch-Crashkurs mit Prof. Dr. Ludwig Zehetner, Eva Sixt und Georg Lorenz

Ein Bairisch-Crashkurs

mit Prof. Dr. Ludwig Zehetner,

Eva Sixt und Georg Lorenz.

© Helmut Koch

Von Vielfachen Verneinungen und anderen Sprachmysterien

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Regensburg hat zwei Päpste hervor­ge­bracht. Einer davon ist der bairische „Dia­lektpapst“ Prof. Dr. Ludwig Zehetner. Er steht im Zentrum von Joseph Berlingers Komödie „Mei Fähr Lady“ und folgt auch in Sengkofen seiner großen Leidenschaft: Er unterrichtet Bairisch!

Am 25. November 1952 wurde in London das Theaterstück „Die Mause­falle“ von Agatha Christie erstmals aufgeführt – und seitdem an jedem Tag, bis zum Lockdown am 16. März 2020. Die Mausefalle ist damit das am läng­sten ununterbrochen auf­geführte Thea­ter­stück der Welt.

Regensburgs Mausefalle ist eine Komödie na­mens „Mei Fähr Lady“, wurde 2011 von Joseph Berlinger geschrieben und feierte 2021 ihr 10­jähriges Jubiläum – mit mitt­lerweile mehr als 300 Vorstellungen und 20.000 Zuschauern.

Eva Sixt und Joseph Berlinger

Eva Sixt und Joseph Berlinger

Das Stück

Die Chinesin Mei Ding (Eva Sixt), Putzfrau im La­den ihres Bruders, möchte ihren Lebenstraum verwirk­lichen: Fährfrau auf der Mattinger Do­nau­fähre. Voraussetzung für den Job ist aller­dings Bairisch. Kurzer­hand be­sucht sie also ei­nen Kurs beim Dialekt­papst Lud­wig Zehetner, der sich im Stück selbst spielt. Dort trifft sie auf zwei weitere Schüler des Professors: den nord­deutschen Manager Striede, der sich einen alten Bauernhof auf dem Land gekauft hat und sich mit den Nachbarn anfreunden möchte und den französischen Rapper Boulanger, der sich in eine ruppige Kellnerin verguckt hat (beide: Georg Lorenz). Der Sprach­kund­ler müht sich redlich, den dreien die Ge­heim­nisse des Bairischen näher zu brin­gen.

Eva Sixt und Ludwig Zehetner © Helmut Koch

Eva Sixt und Ludwig Zehetner © Helmut Koch

So lernen seine Schützlinge neben allerlei bai­rischen Ausdrücken und Rede­wendungen nicht nur die gängige doppelte Verneinung ken­nen, sondern auch die  drei- und sogar vierfache. Hin­ter­her kann jedenfalls niemand mehr be­haup­ten: „Mia sogd ja nia neamd koa Mensch nix!“

Spätestens im Labyrinth der Richtungs­ad­ver­bien be­merken dann auch wir Muttersprachler, dass wir noch Nachhol­­bedarf haben: Sagt man jetzt unte, owi oder obe, auffi oder auffe? Der Gebrauch ist nämlich keines­wegs beliebig – und Ludwig Zehetner bringt Licht ins Dunkel.

 

Mit seiner Fähr Lady erschuf Joseph Berlinger eine äußerst unterhaltsame und zugleich lehr­reiche Komödie, die nicht nur bei Zuagroasdn die Neugier auf den bairischen Dialekt weckt, sondern auch den Wortschatz Eingeborener ge­hörig erwei­tert.

Wir sind sehr gespannt darauf, den alten Gasthof „Zum goldenen Krug“ in Sengkofen gemeinsam mit Eva Sixt und Joseph Berlinger als neuen Spiel­ort zu erkunden! Unten in der Gaststube wird’s eine kleine bayerische Brotzeit geben, die Auf­füh­rung findet oben im wunder­schö­nen alten Tanz­saal statt.
Eine Produktion des Turm­theaters Regens­burg

Besetzung: Prof. Dr. Ludwig Zehetner · Eva Sixt · Georg Lorenz

Regie: Joseph Berlinger